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Geld abheben in Tokio

Geld abheben in Tokio

Ein Abenteuer für sich.

Stefan verkündet stolz: Da ist ein Convenience Store, die haben meistens ATMs.

Optimistisch reinlaufen und die EC-Karte in den Automat stecken. Man kann Englisch auswählen, super! Aber – ein japanischer Automat scheint einen eigenwilligen Geschmack zu haben, denn das Stück Plastik wird verschmäht und gleich wieder ausgeworfen. Kennt er nich‘, mag er nich‘, will er nich‘. Aber wir sind ja nicht unvorbereitet (haha) und werfen dem hungrigen Cashmäulchen ein anderes glänzenderes Stück American Express Gold zum Fras vor. Als auch dieses mit einem Murren quittiert aus den sich hinter einem Haufen von Hiragana- und Katagana-Schriftzeichen versteckten Automatenmonstereingeweiden ohne weitere Ausgabe von Scheinchen wieder herauf gewürgt wird, sind wir ein wenig beleidigt. Schliesslich haben wir das Monster dann noch versucht mit unseren liebsten Zahlenkombinationen zur Kooperation zu überreden. Vergeblich. Japans Banken stellen nur Geldautomaten mit ihrem eigenwilligen Geschmack auf. Einheimische EC- und Kreditkarten – Ende. Nichts zu machen mit unserem ausländischen Plastik. Nach zwei weiteren Versuchen in regulären Bankfilialen waren wir dann doch schwer irrtiert.

Wir leihen uns Geld von Stefan, der hat ein Konto hier im Lande. Am nächsten Morgen wird ein Geschäft mit einem großen Apfel an der Fassade aufgesucht und das Internet durchforstet, es muss eine Möglichkeit für Nicht-Asiaten geben in diesem Land an Geld zu kommen. Deutsche Bank -> Fehlanzeige. Hier werden nur Geschäftskunden in den oberen Etagen willkommen geheissen belehrt uns die Webseite.

Nach etwas mehr Recherche ist auf einmal alles so einfach -> „7/11“ die „anderen“ Convenience Stores, die es an jeder 4ten Ecke in Tokio gibt, haben Automaten mit kaukasischem Geschmack. Karte und Code dem willigen Cashroboter aufgezwungen und schon konnten wir unser Portemonnaie mit Yen füllen.